Ästhetik der Hypermedien
Kulturphilosophie / Medientheorie

Ausgehend von den beiden Grundtheoremen von Marshall McLuhan
1./// "The medium is the message" und
2./// "Jedes neue Medium verändert alle alten",
werden Grundzüge der Hypermedien analysiert.

Wenn sogenannte "Neue Medien" etabliert werden, hilft der historische Blick auf Zeiten, wo dies ebenfalls geschehen ist:
z.B. zum Zeitpunkt der Einführung der Fotografie im 19. Jh. Um die Hypermedien zu verstehen und zu gestalten werden folgende medienspezifische Dogmen herausgestellt:

Spezifische Merkmale der Hypermedien:


Historische Betrachtung auf ein junges Medium

Tim Berners Lee – die geniale Erfindung World Wide Web zur Vernetzung von wissenschaftlicher Information wird zum Alltagwerkzeug für jedermann. Anarchie oder Regelwerk – was kann das Netz und was kann es nicht? Info-Surfen (wikipedia >>>), Einkaufen, Blogging >>>, P2P >>>, usw. Medienspezifische Methoden der Internetpublikation. Eine Typolpgie der Bilder und der visuellen Wahrnehmung führt uns zu einem erweiterten Verständnis der Hypermedien. Grundzüge einer Ästhetik der Hypermedien (Aisthesis = Wahrnehmung) werden anhand von Strukturen und Medthoden der Kommunikation vorgestellt. Malerei, Musik, Illustration, Film und Fotografie als Monomedia versus Computermedien? Was bedeutet multimediale Kommunikation? Wie lesen wir Bilder und Zeichen in einer dynamischen Bildschirmanwendung. Inwiefern können wir eine ästhetische Entwicklung im Internet in den letzten 10 Jahren beobachten: Beeinflussen Software- und Programmierungsentwicklungen die Ästhtik der Anwendungen von der Popularisierung des Internets seit den 90er Jahren bis hin zum heutigen Web 2.0?


Themenschwerpunkte

• Einführung in die Semiotik >>>.
Semantik > Bedeutung; Syntaktik > Beziehung; Pragmatik > Vewrwendung
Signifikant (Ausdruck) <> Medieum (Vermittler)<> Signifikat (Inhalt)

• Einführung in die Psychologie der Gestaltung

Gestaltgesetze, Wahrnehmungsprozesse, Kognition

• Aufmerksamkeitsökonomie
Dadurch das Web-Publikationen immer und zu jeder Zeit unbegrenzt zugänglich sind, kommt es verstärkt zu einer Thematisierung von Aufmerksamkeit. Die Beachtung und Kenntnisname dieser Resource wird immer wichtiger um effektive Websites zu gestalten.

• Wissensmanagement
Navigation und Strukturen des Inhalts Unser historisch organisiertes Weltbild, hergeleitet von einer sprachlich/textlich konstituierten Organisation, zeichnet eine spezifische lineare Ordnung der Dinge und Handlungen vor. Vilem Flusser schlägt vor, dieses historische Weltbild auszutauschen und in ein punktuelles - ein kairotisches anstatt chronologisches - umzuwandeln. Der Begriff "Posthistoire" (= franz. für Postmoderne) erinnert ebenfalls an ein Verschwinden der Geschichte. Deleuze und Guattari beschäftigen sich seit 30 Jahren mit plateauähnlichen Strukturen zur Wissensvermittlung, für die sie die Metapher "Rhizom" eingeführt haben. Wie können wir Wissen in einem hypermedialen Interface auf Grund der philosophischen Strömungen des 20. jahrhunderts und der historischen Kulturtechniken der Archivierung generieren?

• Grundlagen der Gestaltung
Erweitert um medienspezifische Elemente interaktiver Systeme

1. Form
Punkt, Linie (Kreuz), Pfeil, Flächen (Zweieck, Dreieck, Viereck, Vieleck, Kreis)

2. Beziehungen
Gestus, Reihung/Rhythmus, Abstand/Nähe, Innen/Außen. Geschlossen/Offen
3. Körper
dreidimensionale Gestalt
4. Farbe
Farbton, Kontrast, Quantität/Qualität, Hell/Dunkel, Kalt/Warm, Komplementär, Simultan
5. Semiotik (Zeichenbedeutung)
Syntaktik, Semantik, Pragmatik
6. Zeit/Bewegung
filmische Sequenzen, Wiederholung
7. Ton
8. Spezialkontraste
Schwerkraft, Figur-Grund > Rubinsche Vase, Nähe/Ferne, Ähnlichkeit, Fortsetzung, Geschlossenheit, Gemeinsamkeit/Unterschied, etc.